Fenster ohne Streifen
Werkzeug, Reihenfolge und die häufigsten Ursachen für Schlieren – und wo die Selbstreinigung an ihre Grenzen kommt.
Zum FensterratgeberSeit dem 5. August 2026 fahren wir zu Fenster- und Glasreinigungen vollelektrisch. Dieser Bericht beschreibt, was wir brauchten, wie Jeikner den Ausbau umgesetzt hat und was sich in den ersten Wochen zeigt – ohne Zahlen, die wir noch nicht belegen können.
Eigene Aufnahmen vom Übergabetag · inhabergeführt seit 2019

Der Elektro-Transporter trägt die Fenster- und Glasreinigungstechnik. Unser bisheriger Transporter bleibt für die Steinreinigung im Einsatz.
Geplant und umgesetzt vom Ausrüster, über den wir seit Jahren unsere Technik beziehen. Nach Angabe Jeikners war es der erste Elektro-Ausbau des Hauses.
Smartank 400 der zweiten Generation, Heatwave bis 80 °C und zwei Schlauchwinden: dasselbe Reinwasserverfahren wie bisher, jetzt mit eigener Bordstromversorgung.
Reichweite, Verbrauch und Ladeverhalten im Alltag tragen wir nach, sobald wir genügend Einsätze ausgewertet haben. Bis dahin steht hier nichts Geschätztes.
Wer Fenster und Glasflächen mit Reinwasser reinigt, fährt sein Wasser mit. Tank, Aufbereitung, Pumpen und Schlauchführung gehören fest ins Fahrzeug – und genau daran scheitert ein Elektro-Transporter schnell, wenn der Ausbau nicht von Anfang an auf das Gewicht hin geplant ist.
Unser erstes Transporterprojekt lief und läuft mit Dieselantrieb. Es trägt die Technik für die Steinreinigung – Hochdruck und Flächenreiniger – und soll später ganz darauf umgebaut werden. Für die Fenster- und Glasreinigung wollten wir ein zweites Fahrzeug, das beim Kunden vor der Haustür steht, ohne zu lärmen und ohne Abgase am Einsatzort.
Die Anforderungen waren deshalb klar: ein vollelektrischer Transporter, ein Reinwassersystem mit ausreichendem Tankvolumen, Heißwasser für die Außenflächen, zwei getrennt laufende Schlauchleitungen, damit wir nicht für jede Gebäudeseite umsetzen müssen, und eine Stromversorgung für die Technik, die nicht an der Antriebsbatterie hängt.
Und eine Bedingung, die über allem stand: Der Ausbau durfte die Nutzlast nicht auffressen. Ein schwerer Aufbau in einem Elektrofahrzeug kostet Reichweite und Zuladung zugleich.
Die Wahl fiel auf einen Renault Master E-Tech: ein Transporter mit einem Laderaum, in dem sich Tank, Schlauchwinden und Regalsystem unterbringen lassen, ohne dass der Durchgang verbaut wird – und als vollelektrische Ausführung in der Fahrzeugklasse verfügbar, die wir für diese Technik brauchen.
Im Mai 2026 begann die Umsetzung. Wir haben das Fahrzeug nicht selbst ausgebaut und auch keinen allgemeinen Fahrzeugausbauer beauftragt, sondern den Ausrüster, der unsere Reinigungstechnik liefert. Der Grund ist einfach: Wer die Geräte kennt, weiß, wo Anschlüsse, Wartungszugänge und Bedienpanels liegen müssen, damit man im Alltag damit arbeiten kann.
Was wir an dieser Stelle bewusst nicht aufführen: Reichweite, Verbrauch, Akkukapazität und Ladezeiten. Herstellerangaben sagen wenig über einen beladenen Transporter mit laufender Technik aus, und eigene Messwerte haben wir nach wenigen Wochen noch nicht in belastbarer Zahl. Wir tragen sie nach.
Der Ausbau ist auf Gewicht hin geplant: Stahlrahmen für den Tank, ein Regalsystem, das nicht schwerer ist als nötig, und eine Anordnung, die den Schwerpunkt tief und zwischen den Achsen hält. Nach Angabe Jeikners war es der erste Elektro-Ausbau, den das Haus umgesetzt hat – das Team dort hat dafür eigens die Schulungen für Arbeiten an Elektrofahrzeugen absolviert.
Herzstück ist ein Streamline Smartank 400 der zweiten Generation – bei Jeikner als „Smartank 400 2.0" geführt: Tank, Aufbereitung und Pumpentechnik in einer Einheit, im Stahlrahmen direkt hinter den Hecktüren. Laut Jeikner ist der Smartank als Flachtank gebaut – mit einer Bauhöhe unter 50 Zentimetern, niedrigem Schwerpunkt und Leitblechen im Tank, die die Wasserbewegung während der Fahrt begrenzen; der Hersteller hat das System nach Angabe des Ausrüsters unabhängig crashtesten lassen. Sämtliche Anschlüsse, Filter, Regler und Steuerungen sitzen an der Front des Tanks, die im Ausbau zu den Hecktüren zeigt: Das Bedienpanel liegt auf Arbeitshöhe, ohne dass man in den Laderaum steigen muss.
Das Reinwasser entsteht laut Jeikner in fünf Filterstufen – Sedimentfilter, zwei Aktivkohlefilter, Umkehrosmose-Membran und abschließend ein Mischbettharzfilter – und kommt mit 0 ppm aus dem Tank. Was das in der Praxis bedeutet, steht im Fensterratgeber: Ohne gelöste Mineralien trocknet das Wasser rückstandsfrei ab.
Für Außenflächen, an denen Wärme das Anlösen unterstützt, ist ein Heatwave-Heißwassersystem verbaut – bei Jeikner als „Heatwave Thermo 2 Dual Komplett-Horizontalschrank" geführt, ein dieselbetriebener Durchlauferhitzer in horizontaler Bauweise für zwei Bediener. Das System erwärmt das Reinwasser auf bis zu 80 °C; bis es durch hundert Meter Schlauch an der Bürste ankommt, liegt die Temperatur dort bei rund 60 °C – und das ist der Wert, mit dem tatsächlich gereinigt wird. Betrieben wird der Erhitzer über einen separaten Dieseltank mit zehn Litern – die Wärme kommt also nicht aus der Antriebsbatterie. Das war uns wichtig: Heißwasser soll keine Reichweite kosten.
Zwei elektrische Schlauchwinden von Waterworks (Modell PowerUP) mit je hundert Metern Leitung sitzen übereinander an der linken Laderaumwand – in einem Edelstahl-Stapelkit, das Jeikner eigens für diese Anordnung vorsieht. Aufgezogen ist ein 6-Millimeter-Niederdruckschlauch in Signalgelb, wie er laut Jeikner für Osmoseanlagen und wasserführende Teleskopstangen ausgelegt ist. Zwei Leitungen bedeuten: Ein Fahrzeugstandort reicht für mehrere Gebäudeseiten, und zwei Personen können gleichzeitig arbeiten, ohne sich die Leitung zu teilen. Die Winden ziehen den Schlauch motorisch ein – am Ende eines langen Tages ist das kein Detail.
Die Reinigungstechnik hängt an einer eigenen, unabhängigen Stromversorgung: ein Lithium-Energiesystem mit 200 Amperestunden, im Schubladenschrank gegen Wasser geschützt und über einen eigenen Sicherungskasten abgesichert. Wir nennen es Batterie nach Militärstandard – gemeint ist der technische Standard, nicht eine militärische Herkunft. Pumpen, Winden und Heatwave-Steuerung laufen damit getrennt vom Fahrantrieb. Ergänzend sind Solarpaneele auf dem Fahrzeugdach verbaut, die diese Versorgung im Stand stützen.
Zu Ladeleistung und tatsächlichem Solarertrag nennen wir keine Zahlen. Wir haben sie noch nicht über einen aussagekräftigen Zeitraum erfasst, und Datenblattwerte wären an dieser Stelle nicht mehr als eine Behauptung.
Die Aufnahmen entstanden am Übergabetag am Jeikner-Werk: Heatwave-Einheit, die beiden Schlauchwinden mit dem Schubladenschrank, der Laderaum durch die Seitentür und die Bordstromversorgung im geöffneten Schrank.




Am Verfahren selbst hat sich nichts geändert: aufbereitetes Reinwasser über wasserführende Teleskopstangen, Bürste und Wasserzufuhr arbeiten zusammen, wir stehen sicher auf dem Boden. Geändert hat sich, womit wir ankommen.
Der spürbarste Unterschied liegt beim Kunden: Das Fahrzeug steht leise vor dem Haus, und am Einsatzort entstehen keine Abgase. Das ist keine Kleinigkeit in Wohngebieten und überall dort, wo wir mehrere Stunden an einem Objekt sind.
Der zweite Unterschied ist die Unabhängigkeit: Tank, Aufbereitung, Heißwasser und Bordstrom sind an Bord. Wir brauchen am Objekt weder Wasser- noch Stromanschluss und müssen nicht für jede Gebäudeseite umbauen.
Und die Grenzen, die wir heute schon benennen können: Das Fahrzeug ist ein Transporter, kein Ersatz für eine Arbeitsbühne – was vom Boden aus nicht erreichbar ist, bleibt es auch mit diesem Ausbau. Die Tourenplanung muss Ladestopps mitdenken, wo vorher ein Tankstopp genügte. Und ein Elektrofahrzeug mit fest verbauter Technik ist kein Fahrzeug, das man mal eben mit etwas anderem belädt.
Der Premium-Umbau unseres Dieseltransporters wurde im März 2023 abgeschlossen. Für uns war das kein Prestigeprojekt, sondern eine gezielte Investition in effizientere Arbeitsabläufe und eine höhere Leistungsfähigkeit innerhalb unserer vorhandenen Arbeitszeit.
Gemessen am letzten vollständigen Jahr vor dem Umbau entwickelte sich der Betrieb danach kontinuierlich weiter: 2023 wuchs der Jahresumsatz um mehr als 30 Prozent, 2024 um nochmals rund 17 Prozent, 2025 um weitere knapp 10 Prozent. Bis zum Spätsommer 2026 war bereits ein hoher fünfstelliger Umsatz erreicht.
Vom letzten vollständigen Jahr vor dem Umbau bis 2025 ist unser Jahresumsatz damit um knapp 70 Prozent gestiegen. Über die ersten drei Jahre nach Einführung des Systems entstand gegenüber dem vorherigen Umsatzniveau rechnerisch ein zusätzlicher Umsatz im deutlich sechsstelligen Bereich.
Diese Entwicklung lässt sich nicht ausschließlich auf ein Fahrzeug zurückführen. Auch ein wachsender Kundenbestand, eine stärkere Positionierung, angepasste Preise und die Weiterentwicklung des Unternehmens spielten eine Rolle. Der professionelle Fahrzeugumbau bildete jedoch die technische Grundlage dafür, dieses Wachstum innerhalb eines weiterhin kompakten Arbeitszeitmodells bewältigen zu können.
Unser Betrieb arbeitet bis heute nicht nach einem klassischen Vollzeitmodell. Viele Jahre endeten unsere Arbeitstage bereits gegen Mittag. Auch heute liegt unser reguläres Arbeitsfenster überwiegend am Vormittag und frühen Nachmittag.
Durch den fest organisierten Fahrzeugaufbau stehen Reinwassertechnik, 400-Liter-Tank, Schlauchsystem und weitere Arbeitsmittel unmittelbar zur Verfügung. Dadurch reduzieren sich Rüstzeiten, Unterbrechungen und unnötige Arbeitsschritte. Gleichzeitig können größere und technisch anspruchsvollere Aufträge wirtschaftlicher umgesetzt werden.
Das Ergebnis ist für uns der wichtigste Effizienznachweis: knapp 70 Prozent mehr Jahresumsatz gegenüber dem Niveau vor dem Umbau, ohne die tägliche Arbeitszeit im gleichen Verhältnis auszuweiten. Der Fahrzeugumbau hat nicht einfach nur mehr Technik in den Transporter gebracht. Er hat dafür gesorgt, dass jede verfügbare Arbeitsstunde produktiver eingesetzt werden kann.
Angaben aus der eigenen Betriebsauswertung; Geschäftsjahre entsprechen Kalenderjahren.
Mit dem neuen vollelektrischen Renault Master E‑Tech führen wir diesen Effizienzgedanken konsequent weiter. Während der frühere Dieseltransporter die technische Grundlage für unser Umsatzwachstum geschaffen hat, soll der Elektrotransporter nun zusätzlich die laufenden Fahrzeugkosten reduzieren.
Strom kann im regionalen Arbeitsalltag deutlich wirtschaftlicher eingesetzt werden als Dieselkraftstoff. Gleichzeitig entfallen typische Wartungspositionen eines Verbrennungsmotors – darunter Ölwechsel sowie zahlreiche Bauteile des Abgas- und Antriebssystems. Dadurch erwarten wir langfristig niedrigere Energie- und Wartungskosten bei gleichzeitig besser planbaren Betriebsausgaben.
Da sich der Elektrotransporter erst seit 2026 im produktiven Einsatz befindet, veröffentlichen wir bewusst noch keine künstlich hochgerechnete Euro-Ersparnis. Die tatsächlichen Strom-, Wartungs- und Kilometerkosten werden über ein vollständiges Betriebsjahr erfasst und anschließend mit dem bisherigen Dieseltransporter verglichen.
Damit verfolgt der Wechsel zum Elektroantrieb ein klares wirtschaftliches Ziel: nicht nur mehr Umsatz innerhalb der vorhandenen Arbeitszeit zu ermöglichen, sondern zugleich die Kosten pro gefahrenem und gearbeitetem Tag dauerhaft zu senken.
Die Übergabe fand am 5. August 2026 direkt am Jeikner-Werk statt. Dazu gehörte die Einweisung in Tank, Aufbereitung, Heatwave-System und Stromversorgung – mit dem fertigen Fahrzeug und nicht am Schreibtisch. Der Ausbau ist durch TÜV und DEKRA abgenommen; das gehört bei Jeikner zum Umfang.
Wir arbeiten seit Jahren mit Jeikner zusammen und beziehen unsere Reinigungstechnik über dieses Haus; einzelne Geräte, darunter ein Teleskopsystem im November 2025, wurden uns im Rahmen eines Sponsorings überlassen. Das sagen wir hier offen, weil es zur Einordnung gehört.
Ebenso offen gehört dazu, was daraus nicht folgt: Wir sind weder Händler noch Servicepartner, weder Hersteller- noch Markenvertretung und vertreiben keine Reinigungstechnik. Wenn Sie sich für einen solchen Ausbau interessieren, ist der Ausrüster Ihr Ansprechpartner – nicht wir. Wir berichten hier als Anwender.
Ein Zwischenfazit nach wenigen Wochen ist genau das: vorläufig. Drei Dinge lassen sich trotzdem sagen.
Ob sich die Entscheidung wirtschaftlich trägt, entscheidet sich nicht in Wochen. Wir haben das Fahrzeug nicht angeschafft, um es zu bewerben, sondern um damit zu arbeiten – und werden berichten, was dabei herauskommt.
Dieser Bericht wird fortgeschrieben. Folgende Punkte tragen wir nach, sobald wir sie über einen aussagekräftigen Zeitraum erfasst haben:
Stand dieses Berichts: Übergabe am 5. August 2026; erste Einsatzwochen. Alle technischen Angaben beziehen sich auf den Ausbaustand bei Übergabe.
Damit dieser Beitrag nicht mehr verspricht, als er halten kann:
Was wir tatsächlich anbieten, mit welcher Technik und in welcher Region, steht auf den Leistungsseiten – nicht in diesem Bericht.
Der Elektro-Transporter ist die neue Basis – die Technik darin ist dieselbe, mit der wir seit Jahren arbeiten. Wie Reinwasseraufbereitung, Heißwasser und wasserführende Teleskopstangen zusammenspielen und wo sie enden, beschreibt die Ausrüstungsseite.
Dort steht auch, für welche Flächen wir welche Technik auswählen – und wo ein Teleskopsystem bewusst keine Arbeitsbühne ersetzt.
Wer einen vergleichbaren Fahrzeugausbau für den eigenen Betrieb plant, wendet sich an Jeikner – nicht an uns. Dort gibt es eine Seite zu Fahrzeugen und Einbau, über die sich ein Angebot anfragen lässt.
Zur Einordnung: Der folgende Link enthält eine Kennung, über die Jeikner Anfragen unserem Praxisbericht zuordnen kann. Wir vermitteln und verkaufen nichts; Beratung, Angebot und Auftrag laufen ausschließlich zwischen Ihnen und dem Ausbauer.
Was mit dieser Technik an Glas und Stein möglich ist:
Werkzeug, Reihenfolge und die häufigsten Ursachen für Schlieren – und wo die Selbstreinigung an ihre Grenzen kommt.
Zum FensterratgeberGlasdach, Senkrechtverglasung, Rahmen und Entwässerung unterscheiden sich deutlich – und verlangen unterschiedliche Vorsicht.
Zum WintergartenratgeberWelche Methode zu welchem Material passt, warum Säure auf Naturstein heikel ist und was nach der Reinigung sinnvoll ist.
Zum SteinratgeberSenden Sie uns Fotos vom Objekt. Wir sehen uns Zugang, Flächen und Umfang an und sagen Ihnen, was sich vom Boden aus erreichen lässt – und ob unser Elektro-Transporter bei Ihnen vorfahren kann. Eine Übersicht aller Leistungen finden Sie auf der Leistungsseite.
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